Vorteile von Server Based Computing (SBC)

Eine schlanke und effiziente IT – dank Server Based Computing und virtualisierter Anwendungen

Auf Basis der bewährten und über viele Jahre optimierten Terminalserver-Technik werden beim Server Based Computing alle im Unternehmen vorhandenen Anwendungen auf zentralen, leistungsstarken Servern installiert und ausgeführt. Zwischen den Terminalservern und den Endgeräten werden lediglich Bildschirminhalte sowie Tastatur- und Mausbefehle übertragen. Die Daten werden ausschließlich auf den Servern geöffnet, bearbeitet und gespeichert. Die Anwender können dennoch wie gewohnt auf die benötigten Software-Programme zugreifen. Im Idealfall bemerken sie nicht einmal, dass die Applikationen nicht lokal ausgeführt werden. Diese Vorgehensweise wird mittlerweile industrieweit als Anwendungsvirtualisierung bezeichnet – auch um sich etwas von den wenig ergonomischen Anfängen des Server Based Computings zu distanzieren.

Vorteile auf einen Blick:

• Zentrale Anwendungsbereitstellung

• Geringer Administrationsaufwand

• Reduzierung der IT-Kosten

• Optimale Hardwareauslastung

• Hohe Systemsicherheit

• Verringerter Supportaufwand

Moderne SBC-Architekturen haben nichts mehr mit den grün flimmernden Terminals der 1970er-Jahre gemein. Ganz im Gegenteil: Aktuelle Terminalserver-Installationen zeichnen sich durch intelligente Netzwerkstrukturen, geringe Netzwerkbelastung, optimale Serverauslastung mit dynamischer Lastverteilung und nahtloser Integration der Anwendungen in den User-Desktop aus. Die Anwender müssen sich dabei weder an eine andere Benutzeroberfläche noch an eine neue Bedienung gewöhnen. Während sich früher nur absolute Standard-Anwendungen auf Terminalservern installieren ließen, ermöglicht die moderne Anwendungsvirtualisierung die Veröffentlichung nahezu jeder Applikation. Das gilt mittlerweile sogar für höchst anspruchsvolle Software-Programme.

  • Administration
  • Auslastung/Lizenzkosten
  • Ausfälle
  • Investitionen

Zentrale Administration – kosteneffizient und komfortabel

Nicht nur am Arbeitsplatz überzeugt die Anwendungsvirtualisierung. Auch und gerade im Server-Raum spielt die Technik ihre Stärken aus. In einer modernen Server Based Computing Umgebung wird die Komplexität vom Desktop ins Rechenzentrum verlagert. Hier installiert der Administrator von zentraler Stelle Anwendungen, spielt Updates und Patches ein und ordnet jedem Nutzer genau die Anwendungen zu, die dieser für seine tägliche Arbeit benötigt. Dies erspart zeitintensive lokale Installationen und Konfigurationen am Anwender-Client. Zudem lassen sich Veränderungen in der Unternehmensstruktur und neue Mitarbeiter in einer Terminalserver-Umgebung schnell und komfortabel abbilden. Auch die gesamte Überwachung des Netzwerks und das Reporting lassen sich zentral erledigen. Diese Vorgehensweise bringt dem Administrator eine enorme Zeitersparnis und reduziert nachhaltig die IT-Kosten des Unternehmens. Und das bei deutlich verbesserter Daten- und Systemsicherheit. Über Themen wie Viren, Würmer und Trojaner müssen sich Unternehmen keine Gedanken mehr machen. Dank der zentralen Speicherung sind zudem alle Daten zuverlässig vor Verlust und Missbrauch geschützt. Gerade bei Zugriffen von außerhalb des Unternehmens – etwa wenn Außendienstmitarbeiter unterwegs firmeninterne Daten mit dem Notebook abrufen – erhöht die Terminalserver-Technik die Sicherheit signifikant, da die Daten das Unternehmen physikalisch nicht verlassen. Selbst bei einem Verlust des mobilen Endgeräts besteht keine Gefahr für die sensiblen Unternehmensdaten.

Optimale Auslastung, reduzierte Lizenzkosten

Oft gehen Unternehmen bei der EDV-Ausstattung nach dem Motto "Viel hilft viel" vor: Leistungsfähige PCs, eine Komplettausstattung mit Software-Anwendungen an jedem Arbeitsplatz und eine große Server-Farm als Herzstück des Netzwerks. Diese Medaille hat allerdings gleich mehrere Kehrseiten. Denn Betrieb und Administration verursachen hohe Kosten. Gleichzeitig mangelt es an der Auslastung des Systems. Alle Arbeitsplatz-PCs müssen zumindest derart dimensioniert sein, um auch bei starker Beanspruchung ausreichend Leistung zur Verfügung stellen zu können. Dennoch befinden sie sich die meiste Zeit im Ruhezustand, da sie volle Leistung selten benötigt wird. Mit Server Based Computing entkommen Unternehmen diesem Dilemma. Da die komplette Rechenleistung von zentralen Servern erbracht wird, lassen sich diese optimal auf die zu erwartende Rechenlast anpassen. Bei den Endgeräten kann die IT-Abteilung auf günstige und ausfallsichere Thin Clients setzen oder ggf. alte, leistungsschwache PCs ohne Einschränkung weiter benutzen. Das schont bereits getätigte Investitionen und verringert die Kosten der Neuanschaffung.

Schnelle Hilfe bei Ausfällen

Ein wesentlicher Vorteil der Anwendungsvirtualisierung gegenüber einer klassischen Client-/Server-Architektur offenbart sich im Falle einer Störung oder eines Defekts am Endanwender-Arbeitsplatz. Viele Probleme kann die IT-Abteilung standortunabhängig von zentraler Stelle aus beheben. Selbst bei einem Totalausfall des Endgeräts ist sofortige Hilfe möglich. Da sich lokal auf den Clients weder Anwendungen noch Daten befinden, sind sie einfach gegen ein anderes Gerät austauschbar – ohne Zeit- und Datenverlust. Noch einfacher wird es beim Einsatz von Thin Clients. Diese lassen sich direkt vom Serverraum aus verwalten und warten. Dies steigert die Produktivität der Mitarbeiter, schont Ressourcen und wirkt sich positiv auf die Gesamtbetriebskosten (TCO: Total Cost of Ownership) der IT-Infrastruktur aus, wovon letztendlich das ganze Unternehmen profitiert.

Schnelle Amortisierung der Anfangsinvestition

Um in den Genuss der zahlreichen Vorteile von Server Based Computing und Anwendungsvirtualisierung zu kommen, ist fast in jedem Fall eine nicht unerhebliche Anfangsinvestition erforderlich. Angeschafft werden müssen in erster Linie Hardware und Betriebssysteme für die Ausstattung des Serverraums und Lizenzen für die Anwendungsvirtualisierungslösung. Eine Investition in die Netzwerkinfrastruktur ist hingegen meistens nicht von Nöten, da die Anforderungen hier vergleichsweise gering sind. Bereits vorhandene Server-Hardware lässt sich oft weiterhin einsetzen, sodass sich die Investitionen in die erforderlichen Terminalserver-Maschinen auf diesem Weg schon von vornherein senken lassen. Auch an den EDV-Arbeitsplätzen lassen sich bereits vorhandene PCs erst einmal im Rahmen ihrer Lebensdauer weiternutzen. Dennoch sollten Unternehmen, die sich für die Anwendungsvirtualisierung entscheiden, die Arbeitsplatz-PCs nach und nach durch kosteneffiziente und sparsame Thin Clients ersetzen. Denn nur so stellen die Unternehmen sicher, dass sich die Investitionen auch schnellstmöglich amortisieren und sich der Umstieg auf Server Based Computing auch positiv auf die Kostenstruktur des Unternehmens auswirkt.