Welche Technologie empfiehlt sich für welche Unternehmensgröße?

Kleinstunternehmen mit bis zu 10 EDV-Arbeitsplätzen

In den meisten Fällen lohnen sich die Anfangsinvestitionen in eine SBC-Infrastruktur inkl. der Lizenzkosten für die notwendige Software nicht. In 90% der Fälle wird hier ein klassisches Client/Server-Netzwerk die pragmatischere und kostengünstigere Lösung sein.

 

Die oftmals anzutreffende "Turnschuhadministration" kann jedoch durch Tools zum effizienten Software-Rollout minimiert werden. Wie immer jedoch gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel. Kleinstunternehmen, für die beispielsweise der sichere externe Zugriff auf Anwendungen notwendig ist, sollten die Einführung der vergleichsweise kostengünstigen Terminalserver-Technologie ins Auge fassen.

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit 10 bis 500 EDV-Arbeitsplätzen

Bei der klassischen KMU-Größe empfiehlt sich je nach Struktur der IT-Arbeitsplätze eine Mischform aus Terminalserver und lokal installierten PCs bzw. Notebooks. Für alle nicht-mobilen User können die Anwendungen im Regelfall komplett vom Terminalserver zur Verfügung gestellt werden, hier empfiehlt sich dann auch der Einsatz von Thin Clients anstelle von PCs. Als Ausnahme gelten hier zwei Benutzergruppen: Einerseits die mobilen Mitarbeiter (z.B. im Außendienst), die auch ohne Netzanbindung arbeiten müssen. Andererseits Benutzer, die ein vollständig flexibles Betriebssystem benötigen. Ein klassisches Beispiel ist zum Beispiel ein Programmierer, der seine Entwicklungsumgebung selbst verwalten können muss.

 

Diese Kombination aus Terminalservices und lokaler Installation (unterstützt durch eine entsprechende Management-Software) stellt aus ökonomischer Sicht das Optimum für Firmen dieser Größenkategorie dar.

Großunternehmen mit mehr als 500 EDV-Arbeitsplätzen

Ebenso wie bei KMUs empfiehlt sich auch bei Großunternehmen eine Mischform aus zwei unterschiedlichen Ansätzen – hier jedoch komplett ohne die lokale Installation. Vielmehr sollte hier eine Mischung aus Terminalservices (für Standard-Arbeitsplätze) und Virtual Desktop Infrastructure (VDI, für komplexe Anforderungen) gewählt werden. Auf diese Weise lassen sich die Vorteile beider Technologien optimal kombinieren: Einerseits die niedrigen Lizenz- und Storagekosten für TS-basierte Arbeitsplätze mit der hohen Flexibilität von VDI-Lösungen.